Doris Hermenau
Diepholz
Bahnhofstraße 11
49356 Diepholz
Tel. 05441 976-1915
Tel. 05441 6315 (privat)
doris.hermenau(at)vhs-diepholz.de
Stefanie Meyer
Wagenfeld/Ströhen
Tel. 0170 1082754
stefanie.meyer(at)vhs-lkdh.de
Laura Boese-Schepers
Diepholz
Bahnhofstraße 11
49356 Diepholz
laura.boese-schepers(at)vhs-diepholz.de
Unterrichtsstätten
Barnstorf
- Christian-Hülsmeyer-Schule, Walsener Straße 2, 49406 Barnstorf
- DRK-Kindergarten Villa Kunterbunt, Heinestraße 25, 49406 Barnstorf
- Schule und Kindergarten Drebber, 49457 Drebber
- Heimathaus Meyer-Köster, Roggenberg 14, 49406 Barnstorf
- Bibliothek, Am Markt 4, 49406 Barnstorf
Diepholz
- Alte Realschule,Bahnhofstraße 11, 49356 Diepholz
- Weiterbildungszentrum Diepholz »Altes Rathaus«, Lange Straße 12, 49356 Diepholz
- Weiterbildungszentrum Kohlhöfen, Kohlhöfen 12 a, 49356 Diepholz
- Jahnschule Diepholz, Thouarsstraße 20, 49356 Diepholz
Lemförde
- Von-Sanden-Oberschule Lemförde, Ernst-August-Straße 7, 49448 Lemförde
- Rittersaal im Amtshof, Hauptstr. 80, 49448 Lemförde
- Dorfgemeinschaftshaus Hüde, Ludwig-Gefe-Straße, 49448 Hüde
- Bücherei am Amtshof, Hauptstraße 74, 49448 Lemförde
Rehden
- Schule am Geestmoor – Oberschule, Schulstraße 16, 49453 Rehden
Wagenfeld/Ströhen
- Oberschule Wagenfeld, Branntweinsweg 13, 49419 Wagenfeld
- Grundschule Ströhen, Schulweg 10, 49419 Wagenfeld-Ströhen
- Kulturkreis Auburg, An der Auburg 8, 49419 Wagenfeld
- Moorwelten – Europäisches Fachzentrum für Moor und Klima, Auf dem Sande 11, 49419 Wagenfeld
- DKR-Kita Ströhen, Mindener Str. 199, 49419 Wagenfeld
Kurse im Diepholzer Land
Bildungsurlaub: Ulla Hahn am Rhein Literatur an Ort und Stelle
Das Tagungshaus liegt direkt am Rhein mit herrlichem Blick auf die Flusslandschaft.
„Ich liebe Orte, die mich nicht überwältigen, die meiner Phantasie freies Spiel lassen, daher meine Liebe zum Rhein, wie ich ihn in der Kindheit erlebte. Keine Burgen, keine Berge; Rüben statt Reben. An den Ufern Weiden, Pappeln, Schilf; ein Kirchturm, ein Fabrikschornstein von Weitem."
"der Monheimer Rhein. Nichts braust, nicht dräut, nichts säuselt, bezaubert, betört. Ruhig dehnt sich der Rhein in seinem Bett, beruhigt die Augen, das Herz, die Gedanken. Er ist gewöhnlich im besten Sinne des Wortes, das Gewohnte, Bequeme, Angemessene. Ein Rhein für kleine Leute, einer der Maß hält, behäbig dahinfließt, mit sich selbst zufrieden, keinen beeindrucken will, kleinbürgerlich mit naher Verwandtschaft zu schwerer Arbeit.“
Die Autorin wurde am 30. April 1946 in Brachthausen im Sauerland geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend jedoch in Monheim am Rhein. Ihre damaligen Erfahrungen verarbeitet Hahn im autobiographisch inspirierten Roman „Das verborgene Wort“ (2001). Darin erzählt sie die Geschichte der kleinen Hildegard („Hilla“) Palm, die als Kind eines Hilfsarbeiters in das Milieu eines hartherzigen Katholizismus hineingeboren wird. Mühevoll findet sie den Weg aus der proletarisch-analphabetischen Sphäre heraus zu den Verheißungen von Poesie und Literatur. In Hildegards Elternhaus regiert der Rohrstock, der bei jeder kindlichen Widerrede unbarmherzig eingesetzt wird. Der Vater, ein ungelernter Fabrikarbeiter, beargwöhnt misstrauisch die rasche intellektuelle Entwicklung der Tochter und reagiert mit Wutausbrüchen, als die Tochter nicht mehr nur rheinisches Platt, sondern Hochdeutsch sprechen will und in der geheimnisvollen Welt der Dichtung Zuflucht sucht. Der Wunsch der Tochter, eine höhere Schule zu besuchen, wird abgewiesen: „Et es doch bloss e Weet (Es ist doch bloß ein Weib)“. Erst als sich ihre Lehrer und der Pastor für das Mädchen einsetzen, lässt der Vater sie das Abitur machen. Beseelt huldigt sie die Möglichkeit zur Bildung: „Im Lichte des hellen Geistes verstand ich alles. Die Schönheit war der Schlüssel, die Schönheit der Ordnung, des Sinns. Bestimmung der Buchstaben war es, Wort zu werden, Zweck des Wortes war der Sinn, wer im Wort war, war im Sinn.“
Obwohl die vielfach ausgezeichnete Autorin, die heute in Hamburg lebt, Monheim hinter sich gelassen hat, um in Köln zu studieren, betont Ulla Hahn in einem Interview ihre fortdauernde Liebe zum Rhein: „Ich liebe Orte, die mich nicht überwältigen, die meiner Phantasie freies Spiel lassen, daher meine Liebe zum Rhein, wie ich ihn in der Kindheit erlebte. Keine Burgen, keine Berge; Rüben statt Reben. An den Ufern Weiden, Pappeln, Schilf; ein Kirchturm, ein Fabrikschornstein von Weitem. Unberühmt und unbesungen, heruntergekommen vom Siebengebirge und der großen Stadt Köln: der Monheimer Rhein. Nichts braust, nicht dräut, nichts säuselt, bezaubert, betört. Ruhig dehnt sich der Rhein in seinem Bett, beruhigt die Augen, das Herz, die Gedanken. Er ist gewöhnlich im besten Sinne des Wortes, das Gewohnte, Bequeme, Angemessene. Ein Rhein für kleine Leute, einer der Maß hält, behäbig dahinfließt, mit sich selbst zufrieden, keinen beeindrucken will, kleinbürgerlich mit naher Verwandtschaft zu schwerer Arbeit.“
Das Literatur-Seminar bietet viel Zeit, das beeindruckende Werk von Ulla Hahn tiefgreifend kennenzulernen und ihren Spuren am Rhein und in Monheim zu folgen.
Status: Anmeldung auf Warteliste
Kursnr.: S00200002
Beginn: Mo., 06.07.2026, 15:00 - 14:00 Uhr
Dauer: 0 Termin
Kursort: Leverkusen/Mohnheim
Entgelt: 765,00 €
Keine Ermäßigung möglich.
Weitere Entgelthinweise: Inklusive Vollpension im Doppelzimmer.
EZ-Zuschlag 25,00 € (mit Badteilung), 80,00 € oder 140,00 € (mit Rheinblick) - die Preise richten sich nach Ausstattung und Lage..
Materialien: Anmeldungen sind ab dem 17.11.25 möglich!
Bei Abmeldungen nach dem 26.04.2026 fallen 50 % der Gebühr an. Bei Abmeldungen nach dem 24.05.2026 wird die volle Gebühr fällig.
Wir empfehlen zu Ihrer persönlichen Absicherung eine Reiserücktrittsversicherung.
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