Landwirtschaft auf nassen Mooren? Ein Besuch auf der Paludikultur-Versuchsfläche in Barver Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Dümmer statt.
Niedersachsen gehört zu den moorreichsten Regionen in Deutschland, die jedoch zu über 95 % entwässert wurden, um landwirtschaftliche Nutzung zu ermöglichen. Aus diesen trocken gelegten Flächen entweichen in Niedersachsen jährlich fast 11,8 Mio. t CO2 und große Mengen Lachgas. Diese CO2-Emissionen aus landwirtschaftlich genutzten Moorböden müssen stark reduziert werden. Das soll durch Beendigung des Torfabbaus und durch Wiedervernässung von Moorböden geschehen. Doch was kann man den Landwirten anbieten, die seit vielen Jahren auf den trockenen Moorböden Viehzucht betreiben und Mais anbauen? Zur reinen Wiedervernässung ohne landwirtschaftliche Bewirtschaftung muss den Bauern eine Alternative geboten werden. Das könnten sogenannte Anbau-Paludikulturen sein, also Pflanzen, die speziell zum Anbau auf vernässten Moorböden geeignet sind. Hiervon würden sowohl Landwirte als auch unser Klima profitieren: Durch die nasse Bewirtschaftung der Moore senkt man deren CO2-Emissionen, zugleich können die Landwirte durch das Erntegut Einkommen erzielen. Arten, die auf nassen, wiedervernässten Mooren wachsen und eine nachhaltige Nutzung ermöglichen, können z. B. Schilf, Rohrkolben (für Baustoffe, Dämmung, Papier), Seggen und Rohrglanzgras (Verpackungen, Dämmung); Torfmoose
(als Torfersatz), Weiden, Schwarzerle (Holz, Energie), Beeren (Moosbeere) und Futtergräser für die Tierhaltung denkbar. In Barver erprobt die Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz im Rahmen des MOOSland-Projektes auf wiedervernässtem Hochmoorgrünland seit 2020 die die klimaschonende Produktion von Torfmoosen die dann im Gartenbau den Torf ersetzen sollen.
Status: Plätze frei
Kursnr.: S11110099
Beginn: Do., 21.05.2026, 15:30 - 18:30 Uhr
Dauer: 0 Termin
Kursort: Barver, Moorsiedlung
Entgelt: entgeltfrei
Materialien: Treffpunkt: Moorsiedlung 140 in 49453 Barver
Festes Schuhwerk und ggf. wetterfeste Kleidung erforderlich. Auch eine Kopfbedeckung kann sinnvoll sein, da es keinen Schatten im Gelände gibt.
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